Wie die Politik falschen Prognosemodellen folgte, der Massenhysterie zum Opfer fiel und weltweit die COVID-19 Panik auslöste

Image for post
Image for post
Microsoft Covid-19 Observer

Jeder mit Grundkenntnissen in mathematischer Modellierung, der sich die Struktur des „Imperial College“ -Modells angesehen hatte, konnte die Fehler dieses Ansatzes und seine Übertreibungen bemerken. Die Prognose des Modells, dass das Vereinigte Königreich mit mehr als einer halben Million Todesfällen und einer vollständigen Überlastung seines Gesundheitssystems rechnen müsse, führte dazu, das die frühere Entscheidung der britischen Regierung aufgehoben wurde, wonach eine vorsorgliche Aufsicht und gezielte Einzelintervention genügen würden.

Aufgrund der Studie und deren Medienwirksamkeit wurde schlagartig auch im Heimatland des Liberalismus die Strategie der umfassenden Kontrolle eingeschlagen. Massive Eingriffe in das öffentliche und private Leben der Nation erfolgten. Die Führer anderer Länder, die noch etwas im Zweifel waren, sprangen auf den Zug auf und der Marsch in einen tyrannischen Staat wurde programmiert mit der Forderung, doch gleich eine Weltregierung zu etablieren, um die Epidemie in den Griff zu bekommen.

Die Nachricht kam zu spät, dass die Autoren des Modells ihre ursprüngliche Schätzung schließlich von fünfhunderttausend auf zwanzigtausend revidierten und diese Zahl später — auf jeweils modifizierter Grundlage — noch weiter senkten. Die Regierungen hatten ihre Notfallpläne bereits in Gang gesetzt.

Nachdem die Verbreitung des Coronavirus von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt worden war, wurden die vor Jahren ausgearbeiteten Tagesordnungen in Gang gesetzt, und die staatlichen Stellen folgten den Verfahren der International Health Regulations (IHR), die als internationales Rechtsinstrument für 196 Länder weltweit verbindlich ist.

Auf der Grundlage dieser Abkommen, hat die Bundesregierung schon 2014 ein umfangreiches Planungsszenarium entworfen (siehe Bundestagsdrucksache 17/12051 vom 03. 01. 2013 ab S. 55), das nun, mit dem offiziellen Ausruf der Pandemie durch die Weltgesundheitsorganisation im Sinne der Planungen des Global Preparedness Monitoring Board (GPMB) in die Praxis umgesetzt wurde.

Selbst jetzt, Monate nach dem Ausbruch des Virus, bleibt die wahre Größe der Bedrohung unklar. Die quantitative Basis ist immer noch zu klein, um eine verlässliche Prognose abzugeben. In Deutschland zählte man bisher (Ende März 2020) 732 Todesfälle von mit dem Coronavirus infizierten Personen. Wenn jemand mit COVID-19 verstorben ist, besagt das allerdings nicht, dass diese Person auch an dem Virus gestorben ist.
Gerade bei älteren Menschen liegen meist mehrfache Krankheiten vor, so dass eine eindeutige Ursachenzuordnung sehr schwierig und in vielen Fällen unmöglich ist.

Was die Covid-19 Erkrankung angeht, gibt es noch keine abgesicherte sogenannte medizinische „Falldefinition“. Auch fehlt es an einer ausreichend großen Zahl von nachgewiesenen Infektionen, um darauf aufbauend den Prozentsatz derjenigen Fälle zu errechnen, die eine intensive Behandlung erfordern und so einigermaßen statistisch verlässlich die Todesrate der Infektion zu bestimmen. Auch weiß man noch nicht genau, wie verlässlich die diversen Tests sind, die zur Anwendung kommen. Wir bewegen uns somit hinsichtlich der Konsequenzen des Coronavirus nicht im Bereich des kalkulierbaren Risikos, sondern auf dem Gebiet der nicht berechenbaren Unsicherheit, für die unternehmerisches Handeln zuständig ist.

Schon vor der gegenwärtigen Epidemie haben die Demographen eine weltweite Zunahme der Todesfälle pro Jahr prognostiziert. Diese kommt ganz einfach dadurch zustande, dass die Menschen immer älter werden. Je höher der Anteil der Alten in der Bevölkerung, desto mehr Sterbefälle gibt es. Diese Tatsache ist in Deutschland schon seit längerem gegeben, ab 2020 wird dies zu einer weltweiten Tendenz (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1:

Anzahl der Sterbefälle weltweit pro Jahr 1950–2099 (ab 2015 Prognose)

Image for post
Image for post

Quelle: Our World in Data Ab 2015 Mittlere Variante der Bevölkerungsprognose der Vereinten Nationen (UNO)

Wenn die Modellierer und die zuständigen Regierungsstellen die Grundzahlen untersucht hätten, anstatt ein scheinbar ausgefeiltes Modell auszuarbeiten, hätten sie bemerkt, dass es keinen merklichen Anstieg der Sterblichkeitsrate in Europa gegeben hatte. Ein Blick auf die europäische Todesstatistik zeigt flache Linien mit Schwankungen innerhalb ihres natürlichen Bereichs für alle berichtenden Länder, wobei einige sogar eine sinkende Sterbezahl melden. Selbst in Italien gab es in den letzten Monaten noch nicht mehr Todesfälle als üblich und liegt noch im normalen Schwankungsbereich (Abbildung 2)

Abbildung 2:

Erfasste Todesfälle insgesamt pro Land für die zwölfte Jahreswoche 2020

Image for post
Image for post

Source: European mortality bulletin week 12, 2020

Zu beachten ist, dass in bestimmten Gebieten Italiens eine erhöhte Sterblichkeitsrate herrscht, diese erhöhte Häufigkeit von Todesfällen jedoch relativ gesehen nicht stark genug ist, um in den nationalen Statistiken einen Ausschlag zu geben. Das Epizentrum des Virusausbruchs in Italien konzentriert sich auf den nördlichen Teil und dort auf bestimmte Städte. Die insgesamt gemeldete Zahl der Todesopfer an COVID-19 ist zu gering, um auf nationaler Ebene in signifikantem Maße die Todesrate über frühere Spitzenwerte hinaus zu erhöhen (Abbildung 2).

Was die Coronavirus-Krise so besonders macht, ist nicht die Anzahl der Todesfälle, sondern die Reaktion auf ihren Ausbruch. Aus Angst, dass die Epidemie außer Kontrolle geraten könne und die Gesundheitssysteme mit Fällen überfüllen würde, haben Regierungen in Europa, den USA und in vielen anderen Ländern immer umfassendere Notmaßnahmen ergriffen, um eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus abzuwehren. Man kann den Anschein gewinnen, den Regierungen ginge es weniger um die Menschen als zu verhindern, dass die nationalen Gesundheitssysteme überlastet würden, wobei selbst hierzu auch Zweifel bestehen, ob tatsächlich die Kapazitäten nicht ausreichen.

Das Erstaunliche an der Reaktion ist, wie unisono gehandelt wurde und wie drastisch die Maßnahmen sind. Als die WHO die Alarmglocke „Pandemie“ auslöste, sperrten Regierungen ihre Bürger gleichsam zuhause ein. Sie handelten damit gemäß den existierenden Planvorgaben, wie im Falle einer erklärten „Pandemie“ zu handeln sei.

Dabei wurde kaum bedacht, dass diese Maßnahmen die Volkswirtschaften nahezu zum Stillstand bringen würden. Auch die psycho-sozialen Folgen sind erschreckend. Infolge der Einschränkungen der Bewegungsfreiheit und der de facto ausgesprochenen Berufsverbote leiden viele Menschen unter Paranoia aufgrund der existenziellen Ängste, die entstehen, wenn die Menschen sehen, wie die Quelle ihres Einkommens verschwindet und ältere Menschen beobachten müssen, wie die Ersparnisse auf ihren Rentenkonten wegschmelzen oder wenn sie krank werden, alleine in einem Krankenhausbett liegen und eventuell ohne Beistand sterben, weil Besuche selbst ihrer nahen Verwandten verboten sind.

Wenn es nicht diesen gigantischen Medienrummel um das Coronavirus gegeben hätte und die Regierungen nicht gehorsam den Befehlen der Weltgesundheitsorganisation gefolgt wären, hätte wahrscheinlich kaum jemand außer einigen Spezialisten das Coronavirus bemerkt. Mutationen von Viren treten ständig auf und die meisten von ihnen schaden nicht mehr als das Influenzavirus. Die Familie der Coronaviren ist sehr groß und ihre Existenz ist seit den 1960er Jahren bekannt.

An ihre internationalen rechtlichen Verpflichtungen gebunden und mit einem Medienrummel konfrontiert, begannen die Regierungen, immer strengere Maßnahmen zu ergreifen, um das Virus einzudämmen und die Kurve seiner Verbreitung zu „verflachen“. Nach der aktuellen Schätzung soll es im April zur großen Infektionswelle kommen und, wenn keine Schutzmaßnahmen getroffen werden, vier Million Personen weltweit treffen. Mit Schutzmaßnahmen würde der Gipfel der angesteckten Personen etwa zweieinhalb Millionen Menschen erfassen und Ende Mai/Ende Juni auftreten (siehe Abbildung 3)

Abbildung 3:

Infektionskurven mit (grün) und ohne (rot) Schutzmaßnahmen

Image for post
Image for post

Quelle: World Economic Forum

Der entscheidende Punkt ist jedoch nicht, wieviel Menschen angesteckt werden, sondern wie sich die Infektion auswirkt. Und hier tappt man im Dunklen. Unter den Virologen gibt es eine breite Spannbreite der erwarteten Todesfälle durch COVID-19 und bei den vorliegenden Daten weichen die Zahlen von Land zu Land und von Region zu Region stark voneinander ab.

So weist eine ganz neue Oxford-Studie darauf hin, dass die Corona-Epidemie wenigstens einen Monat schon vor den ersten Meldungen von Toten aufgrund des Virus begonnen hat, was bedeuten würde, dass es zumindest im Vereinigten Königreich schon zu einer so weiten Durchdringung der Bevölkerung mit der Infektion gekommen ist, dass bereits die sogenannte „Herdenimmunität“ vorliegt. Würde sich herausstellen, dass dieser Befund zutreffend ist, wäre ein Fortbestehen der gegenwärtigen Einschränkungen vollständig ungerechtfertigt.

Die Frage taucht somit auf, inwieweit die gegenwärtig getroffenen Maßnahmen von einer richtigen Einschätzung der Gefahr ausgehen. Nur aufgrund von Mutmaßungen ist es nicht zu rechtfertigen, die Menschen gleichsam einzusperren, für viele ihre Existenzgrundlage zu vernichten und gleichsam über Nacht eine Art Gesundheitsdiktatur zu errichten.

Um ihre drakonischen Maßnahmen zu rechtfertigen, behaupten Regierung und Parteien, dass es in ihrer Politik darum ginge, „Leben zu retten“. Man kann aber, genau betrachtet, nicht “Leben retten”. Das Bestmögliche, was man erreichen kann, ist, etwas mehr Zeit zum Leben zu gewinnen und einen frühen Tod vermeiden. Daher ist die Frage nicht, ob man Leben retten soll oder nicht, sondern durch welche Maßnahmen man mehr Jahre gewinnt oder an Lebenszeit verliert.

Wenn damit fortgefahren wird, die persönliche Bewegungsfreiheit einzuschränken und die Wirtschaftsaktivität herunterzufahren, werden diejenigen, die dadurch eine tödliche Ansteckung vermeiden, noch einiges an Lebenszeit gewinnen. Andererseits werden Millionen von Menschen aufgrund der wirtschaftlichen Narkose viele Jahre ihres Lebens verlieren.

Ohne Gegenrede folgten die Regierungen den Befehlen der Weltgesundheitsorganisation, ließen sich in den Bann der öffentlichen Hysterie hineinziehen und agierten als willige Diener des medizinisch-industriellen Komplexes, dessen politischer Arm die WHO ist und die ihre Rolle als neue Weltregierung eifrig übernahm.

Nicht das Coronavirus wird uns ruinieren, sondern die kommende Rezession. Wenn die Rezession uns nicht zugrunde richtet, wird die Hyperinflation in Kombination mit einer Depression dies tun. Es ist, als hätte der Tower dem Piloten die Anweisung gegeben, die Triebwerke mitten im Flug abzustellen, weil vermutet wird, dass am Zielflughafen eine unbekannte Gefahr besteht.

Traurigerweise wird aber die Politik so und so gewinnen, auch wenn sich das Ganze als Irrsinn letztlich herausstellt. Wenn diese Panik vorbei ist, werden die Regierungen behaupten, dass die Ansteckungen und Todesfälle aufgrund der getroffenen Maßnahmen zurückgegangen sind, auch wenn diese von Anfang an unnötig waren und die Infektions- und Todesrate sowieso gefallen wäre.

Niemand weiß genau, ob die Zahl der Infizierten aufgrund der derzeit geltenden Maßnahmen sinken wird, aber man darf sicher sein, dass die Zahl der Selbstmorde, Scheidungen, Alkoholiker, verschuldeten, verarmten und bankrotten Personen wegen der getroffenen Maßnahmen zunehmen wird. Selbst wenn der Spuk vorbei ist, werden die psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen noch lange nachwirken.

Die Medien schaffen eine eigene Realität, wie Niklas Luhmann in seinen soziologischen Studien gezeigt hat. Wenn aber der Unterschied zwischen der Medienwirklichkeit und der Lebenswirklichkeit zu groß wird, droht der soziale Kollaps. Nicht nur die Wirtschaft wird zugrunde gerichtet, auch das soziale Vertrauenskapital schwindet.

Die Einrichtung einer Gesundheitsdiktatur ist durch die Faktenlage nicht gerechtfertigt. Es gibt Notfälle, die sich jedoch lokal konzentrieren. Die Regierungen von mehr als einem Viertel der Welt, darunter fast alle europäischen Länder, die Vereinigten Staaten, Kanada und Australien, haben sich aber dafür entschieden, ihre Bevölkerung gleichsam wegzusperren und die globale Wirtschaft in den Abgrund zu stoßen.

Niemand weiß genau, wie tödlich das Coronavirus wirklich ist. Der wahrgenommene Ansteckungsweg ist eine Projektion. Dies wird auch beim zukünftigen Auftreten neuer Viren und deren Modifikation der Fall sein. Früher oder später, wenn COVID-19 vorbei ist, wird COVID-20 auftauchen und danach wird COVID-21 kommen. Will man dann immer wieder so handeln wie jetzt?

Die menschlichen Bedürfnisse sind vielfältig und ihre Befriedigung erfordert daher Kompromisse. Die Idee, “Leben zu retten” als absolutes Gut, ist absurd und kann nur in einer Gesellschaft eine solche herausragende Bedeutung erlangen, in der der Bezug zu den elementaren Wahrheiten der menschlichen Existenz verloren gegangen ist. Wenn die Stilllegung der Wirtschaft noch länger anhält, brechen nicht nur viele Industriezweige zusammen, sondern auch an Medizin und Heilmitteln wird das Angebot fehlen.

In historischer Perspektive erleben wir derzeit nichts Neues oder Ungewöhnliches, und die allgemeine menschliche Hysterie ist nichts anderes als das, was in der Geschichte oft schon erlebt wurde. Das sollte uns aber nicht selbstgefällig machen. Der Hype der öffentlichen Meinung schafft eine Massenpsychose, die Dummköpfe und Weise gleichermaßen ins Elend stürzt.

Written by

Get the Medium app

A button that says 'Download on the App Store', and if clicked it will lead you to the iOS App store
A button that says 'Get it on, Google Play', and if clicked it will lead you to the Google Play store