Vorwort zu “Feinde des Wohlstands und der Freiheit”

(voraussichtlicher Erscheinungstermin der überarbeiteten und stark erweiterten Fassung ist Juni 2021)

Die Feinde der Freiheit und des Wohlstands sind auf dem Vormarsch. Sah es spätestens nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Dezember 1991 danach aus, als hätten es die Sozialisten eingesehen, dass ihr Programm keine Zukunft hat, so gibt es nun eine neue Generation ohne die Erfahrungen der Vergangenheit, die erneut von einer sozialistischen Wirtschaft und Gesellschaft träumt. Diesmal marschieren die Sozialisten aber nicht mehr mit roten Fahnen in der Hand, die neue Farbe ist vielmehr grün. Wie früher den roten Sozialisten geht es aber auch den grünen um die Weltherrschaft. Das Weltklima kann nur „global“ gerettet werden, unter der Aufsicht von „Experten“. Alle Länder müssen mitmachen und das gelingt am besten mit Hilfe einer Weltregierung. Zwischen den Grünen, den Globalisten und den Technokraten ist eine neue Symbiose entstanden. Ihnen allen ist ihre anti-liberale und antikapitalistische Haltung gemeinsam.

Mit den Maßnahmen, die im Zuge der Coronavirus-Pandemie ergriffen wurden, wurde der Versuch zu einer Neuordnung der Weltwirtschaft eingeleitet. Wenn sich bald kein massiver Widerstand dagegen meldet, bedeutet das Ende der Pandemie keineswegs, dass auch der Lockdown und die soziale Distanzierung und das Maskentragen beendet würden. Massenelend und Unterdrückung würden weitergehen, und zwar härter als zuvor.

Letztlich muss zwar der Plan des Großen Neustarts scheitern. Das ist bei allen derartigen Plänen in der Geschichte so gewesen. Aber überall dort, wo dem Wahnsinn kein Einhalt geboten wurde, kam es zu unermesslichem Leid. Es ist besser, wenn es rechtzeitig gelingt, der absurden Vorstellungen, man könne den Klimawandel kontrollieren und Gesellschaft und Wirtschaft planen, Einhalt zu gebieten.

Was ist, wenn der geplante „Neustart“ zu einem Systemcrash führt? Die Geschichte zeigt, das ganze Weltreiche, die oft Jahrhunderte Bestand hatten, in wenigen Jahren zerfallen können. Die Kosten solcher Zusammenbrüche sind enorm. Dass mehr als ein Drittel der Menschen die Zeit des Kollapses nicht überlebt, sollte eine Warnung sein.

Im Unterschied zur ersten Auflage 2018, sind viele neue Teile hinzugekommen, sodass ein neues Buch mit einem neuen Titel herausgekommen ist. Die Geschehnisse seit 2020 haben es notwendig gemacht, dem ursprünglichen Titel „Feinde des Wohlstands“ den Zusatz hinzufügen „und der Freiheit“. Nun lautet der Titel „Feinde des Wohlstands und der Freiheit“. Der Untertitel „Wie Sozialismus, Interventionismus und der Wohlfahrtsstaat uns arm und unfrei machen“ wurde beibehalten, obgleich man einen Hinweis auf die Klimadiktatur und den Freiheitsentzug durch die Pandemiepolitik hinzufügen hätte sollen — was nur deshalb unterblieben ist, weil dadurch der Untertitel zu umfassend geworden wäre.

Was bei der ersten Fassung manchem Leser vielleicht noch spekulativ vorgekommen ist, wurde inzwischen Realität. Die Wirtschaftspolitik ist noch interventionistischer geworden und die Geld- und Fiskalpolitik haben jegliche vernünftige Grenzlinie überschritten.

Als ob das noch nicht genug wäre, hat mit der Erklärung einer Pandemie ein Freiheitsentzug begonnen, der vor Kurzem noch jegliches Vorstellungvermögen überstiegen hätte. Nur jemand, der vielleicht an die Schlimmsten dystopischen Zukunftsromane geglaubt hat, wäre nicht darüber entsetzt gewesen, wie rasch und widerstandslos es der Exekutive gelang, am Parlament und der Verfassungsgerichtsbarkeit vorbei das Grundgesetz auszuhebeln.

Eine neue Epoche ist angebrochen. Die Feinde der Freiheit und des Wohlstands sind auf dem Vormarsch. Die erste Auflage dieses Buches 2018 war eine Warnung, die neue Version 2021 ist eine Tatsachenbeschreibung. Nichts davon ist noch Fiktion. Die Pandemie hat als Katalysator gewirkt. Der Marsch in die Armut und Versklavung hat sich beschleunigt. Doch die Gegenbewegung formiert sich, obwohl es lange gedauert hat.

Meine Schrift dient nicht dazu, irgendjemand zu bekehren. Mein Ziel ist es, diejenigen, die die Zeichen der Zeit schon erkannt haben, eine argumentative Unterstützung zu geben sowie den noch Unentschlossenen auf die Sprünge zu helfen.

Dr. Antony P. Mueller is a German professor of economics who currently teaches in Brazil. See his website:

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