Warten auf die Wunderwaffe

Die Spritze kommt — aber was dann? (Ironischer Zeitkommentar)

Quelle

Mit neuen streng Verhaltensregeln endet das Jahr 2020, das im Januar mit den ersten Meldungen über einem Virusausbruch in China begann. Seitdem trommeln Tag für Tag dieselben Botschaften auf die Menschen ein. Demnach ist in China ein Virus ausgebrochen, das, wie eben der Begriff Pandemie besagt, nun um die Welt kreist und jeden Menschen auf das Schlimmste bedroht, es sei denn, die Regierungen schritten rechtzeitig ein und greifen hart durch, um den Virus zu bekämpfen, so wie man eine feindliche Invasion durch umfassende Defensivmaßnahmen aufhaltenwürde. Im Fall des Virus besteht die Verteidigung jedoch darin, dass man vor den Invasoren flüchtet und jeder aufgefordert wird, sich bitte schön in die Wohnung zu begeben und sich möglichst wenig auf der Straße blicken zu lassen bis die Wunderwaffe (in Form einer Spritze) gefunden wird und jedem zugeführt wird.

Bis dahin bleibt man besser zuhause, so lautet die Anordnung. Wenn man schon auf die Straße geht, dann bitte entsprechend vermummt, so dass einem der vermeintliche Feind nichts anhaben kann. Die Maske als Tarnung. Besonders schützenswert scheinen die Kinder zu sein, die man von der Schule — nun als Keimschleuder identifiziert — fernzuhalten versucht und deren Lebensumfeld auf ein Minimum beschränkt werde soll. Am besten ist es, wenn die Kinder in ihrem Zimmer festgesetzt werden. Dort können sie dann bis zum Umfallen Video-Games spielen. Licht scheint für diese Kinder ebenso schädlich zu sein wie Spaß und Freude an der Gemeinschaft mit anderen Kindern.

Auch alle anderen sollen sich soweit wie möglich von der Sonne fernhalten, ja jegliches Licht scheuen. Sicher ist man nur zuhause, so wird tagtäglich das neue Mantra gepredigt. Lichtscheu und sozial distanziert ist das neue Lebensideal, wenn es nach der Regierung geht. Kinder sollen nur einen Spielpartner haben, aber auch das ist eigentlich schon zu viel. Oma und Opa soll man am besten überhaupt nicht mehr besuchen. Für die Alten ist es genauso wie für die Jüngsten am besten, sich einzusperren, die Jalousien herunterzulassen und abzuwarten. Warten auf die Wunderwaffe. Bald werden wir das Virus besiegt haben, spätestens wenn die Spritze kommt, so lautet die Botschaft, aber dann steigen schon wieder die Fallzahlen trotz der rigorosen Maßnahmen, und dann muss eben die Regierung erneut zu noch härteren Maßnahmen greifen, auch wenn man sie dann zur Beruhigung „light“ nennt, aber schnell in “strikt” umwandeln kann.

Das Erstaunliche ist, und das sollte eigentlich jedem auffallen, dass viele der führenden Politiker, die Kanzlerin und ihr Frontmann und andere Männlein an der Macht, dem tragischen Geschehen eher belustigt und belustigend, vor allem aber zynisch, gegenüberstehen. Sie scheinen großen Spaß an dem Geschehen zu finden. Sie sehen sich in ihrer eigenen Rolle, und zwar als die Regisseure eines Theaterstücks. Dieses Stück heißt „Katz und Maus“. Die Katze ist die Regierung und die Bevölkerung die Maus. Sobald die Maus wieder anfängt zu laufen, packt sie die Katze erneut, wenn auch noch nicht um das Genick zu brechen, denn das Spiel soll ja weitergehen und Spaß machen. Dasselbe Spiel wird auch unter dem Titel “Zuckerbrot und Peitsche” aufgeführt.

Wenn schon kein echter Krieg, dann wenigstens der gegen das Virus. Da kann jeder in der Regierung seinen Churchill spielen. Es macht Spaß, vom Bunker aus, die Soldaten zu kommandieren. Raus aus der Kaserne, rein in die Kaserne. Selbst Dünkirchen wird zur Heldentat, und je mehr die Ohnmacht zunimmt, desto mehr spielt man den Weltenlenker.

Quelle

Es fällt schon auf, dass gerade das Lebenswerte niedergemacht wird. Frei atmen darf man nicht, jede Umarmung wird als tödlich gebrandmarkt. Aber so viel Hollywoodfilme wie man will, darf man sich reinziehen. Das wird einem gelehrt, wie unendliche böse, feige, hartherzig und rücksichtslos die meisten Menschen sind. Fernsehen wird wärmstens empfohlen. Vor allem die Nachrichten. Dorten findet die heutige Volkserziehung statt. Mit Freunden Essen und Trinken zu gehen ist dagegen konspirativ. Mit Fremden spontan in einer Warteschlange ein Gespräch zu beginnen, geht nicht mehr. Distanz ist angesagt. Kirchenbesuch soll man auf jeden Fall vermeiden, am besten ganz unterlassen, ebenso wie Sportveranstaltungen.

Merkt hier nicht jeder, dass alles umgedreht wird? Dass eine Umkehrung aller Werte stattfindet? Dass die Gesellschaft auseinander gerissen wird, dass Zwietracht gesät wird? Dass man die Menschen verwundbarer macht, indem man ihnen Angst und Schrecken einjagt und sie so gefügig macht. Ja, dass sie “der Gesundheit wegen” erst recht so richtig krank gemacht werden.

Bleibt zuhause, sperrt Euch ein, scheut das Licht und haltet Euch fern von anderen Menschen, die eigenen Familienmitglieder eingeschlossen. Seht fern, so viel es geht, spielt Videogames, abonniert Netflix und Amazon Prime. Wartet auf die Wunderwaffe, so die frohe Botschaft, das neue Evangelium.

Was aber ist, wenn die Spritze da ist? Da kann man sich dann gegen C-19 impfen, das schon verschwunden ist, falls es je da war, während C-20 schon grassiert und C-21 bereits im Anmarsch ist. Dabei sagen einige, die sich auskennen, dass die Spritze gar nicht dafür gedacht sei, gegen das Virus zu schützen. So wie der Lockdown eben auch nicht dem Schutz vor dem Virus dient, dass dies alles nur ein Vorwand sei, um andere Ziele zu erreichen. Welches diese sind, dürfte jeder erkennen, der die Augen öffnet. Den anderen ist nicht zu helfen.

Dr. Antony P. Mueller is a German professor of economics who currently teaches in Brazil. See his website: http://continentaleconomics.com/

Get the Medium app

A button that says 'Download on the App Store', and if clicked it will lead you to the iOS App store
A button that says 'Get it on, Google Play', and if clicked it will lead you to the Google Play store